... Januar 2003

Unser Dorfbrunnen

Wasser ist Leben. Ohne Wasser kein Leben. Früher war es für jede Ansiedlung überlebenswichtig über frisches Wasser zu verfügen. Um den Weg zur nächstgelegenen Quelle zu verkürzen, begann man früh die Quellen zu fassen und über Rohre öffentlichen Brunnen zuzuführen. So sammelte man auch in Spirkelbach die Quelle unter dem Höllenberg und führte sie mittels ausgehöhlter Fichtenstämme (sog. Deicheln) durch „den Bruch“ zum zentralen Dorfbrunnen. Das Wasser speiste auch die „Weed“, die dort den Frauen des Orts als Waschplatz diente. An den öffentlichen Brunnen konnte sich jeder sein Wasser holen, das er im Haushalt benötigte. Nach dem Anschluss aller Haushalte ans öffentliche Wassernetz hat der Brunnen seine Funktion als alleiniger Schöpfpunkt im Ort verloren. Doch wer glaubt, der Dorfbrunnen hätte als Wasserspender ausgedient und nur noch rein ästhetischen Charakter, der irrt. Viele Bürger aus dem Ort holen sich ihr Kaffeewasser noch direkt vom Brunnen und auch die Gärten in der Nähe der Brünnen werden mit Brunnenwasser gegossen. Auch die Pferdehalter holen sich das Trinkwasser für ihre Tiere aus dem Dorfbrunnen. Auch sonst erfreut sich die Bürgerschar besonders im Sommer am kühlen Nass. Als erfrischende Abkühlung an heissen Tagen kommt der Brunnen genauso gelegen, wie dem durstigen Wandersmann auf der Durchreise. Es gibt auch fast keinen Spirkelbacher, der nicht schon an einem der beiden öffentlichen Brunnen einen Schluck erfrischendes Brunnenwasser gekostet hätte.

 

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